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Frühjahrslehrgang mit Sensei Andreas Klein

Am 18. März konnten wir erneut Sensei Andreas Klein zum diesjähriger Frühjahrslehrgang in Hennef begrüßen. Der Aufbau der obligatorischen Cafeteria und das Herrichten der Halle, die an diesem Tag unser Dojo sein sollte, war dank der fleißigen Helfer rasch erledigt, so dass pünktlich zur ersten Trainingseinheit Aufstellung zum für unseren Verband üblichen Angrüßen und Meditation genommen werden konnte.

Nach kurzem Aufwärmen und einem interessanten Start mit überraschenden Stand- und Tritt, sowie Faustoß-Kombinationen (Mae Geri, Yoko Geri, Kizami-Zuki-Gyaku-Zuki, Kokuzu Dachi) wurde schnell klar, was die Oberschenkelmuskulatur der zahlreichen Teilnehmer an diesem Tag erwarten würde.

Unermüdlich und detailreich reihte Sensei Klein neue und teilweise unerwartete Aufgaben aneinander, die dazu herausforderten das Bewusstsein auf eine korrekte Beinarbeit mit entsprechender Gewichtsverlagerung zu legen und die Techniken somit mehr aus dem gesamten Körper heraus und in korrekter Richtung auszuführen. („…das Gewicht hinter den Körper bringen“!)

Es war sehr interessant zu erfahren, wie durch die bildliche und exakte Vorführung und die sich anschließenden Übungssequenzen immer wider neue Aspekte und Prinzipien nicht nur zur reinen Technik, sondern auch zum Verständnis von Karate über den reinen Wettkampfsport hinaus, erschlossen wurden.

In logisch und didaktisch aufeinander aufbauenden Übungspaketen mit Segmenten aus der Kata Heian Nidan eröffnete sich im Verlauf ein kleines neues Universum aus Anwendungsmöglichkeiten, sowie Schritt- und Handtechnik-Kombinationen (z.B. Bunkai mit Gyaku-Age-Uke, Konter zum Kinn und greifen des Armes mit weiterem Uraken als Interpretation der ersten drei Techniken der Kata.)

Aufschlußreiche Ableitungen hin zu Abwehr-Konter-Wurfkombinationen mit Bezug zu denkbaren Kampf-Situationen (Kumite), die auch die Fähigkeit der Oberstufe und Dan-Träger auf die Probe stellte, rundeten die Trainingseinheiten jeweils anspruchsvoll ab.

Im Gedächtnis blieb für die Oberstufe darüber hinaus besonders die Ausführung der Kata Hangetsu mit der nötigen Beinarbeit im für die Kata speziellen Stand. Auch hier lag wieder der Schwerpunkt auf dem korrekten Vorgehen über die Innenseite der Oberschenkel ohne wieder in „Bequemlichkeit“ zu verfallen, um somit ein zielgerichteteres Vorwärtskommen zu erreichen und dadurch eine effiziente Technik hervorzubringen. Ein Interessante Ansatz auch, das Gewicht je nach Seite des Fauststoßes leicht vom einen auf das andere Bein zu verlagern, um die Angriffs- oder Abwehrtechnik Techniken kraftvoller und exakter ausführen zu können.

Mit den geforderten Aufgaben und der skizzierten neuen Grundhaltung, also aus den Beinen und dem Körper heraus die Kraft konzentriert auf den Punkt zu bringen und dies vor allem über die gesamten Trainingseinheiten hinweg konzentriert durchzuhalten, führte Sensei Klein die Teilnehmer an die jeweils eigenen Grenzen. In diesem Sinne war es erneut ein sehr lehr- und aufschlußreicher Trainingstag mit viel Input nicht nur zur Technik sondern auch zu den Gedanken und Hintergründen des Karate-Do (=Weg) verstanden auch als Budo-Kunst, als unendlichen Ressourcen an neuen Erfahrungen und Erkenntnissen.

Fazit: Gerne wieder!

Oss!

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