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Bitte vormerken: +++ Traditions-Lehrgang mit Shihan Hideo OCHI am 14.09.2024 +++ Weitere Infos s. „Aktuelles“ +++

Neue Schwerpunkte – Lehrgang mit Sensei Andreas KLEIN in Hennef – Review

Fast schon zur Tradition geworden, hatten wir am 2. März erneut die Freude, Andreas KLEIN Sensei in der Dreifachhalle Meiersheide der Gesamtschule Hennef zum alljährlichen Frühjahrslehrgang begrüßen zu dürfen. Es bot sich die Chance unser traditionelles Karate einmal aus einem etwas anderen Blickwinkel und mit für einige Teilnehmer sicher ganz neuen Bewegungsmustern kennenzulernen.

Bereits in der ersten Trainingseinheit des Tages bot Sensei Klein gleich in den ersten Minuten des Aufwärm-Trainings neue Varianten zur Vorbereitung auf den ersten Schwerpunkt des Tages an: den Körper so benutzen, dass eigentlich bekannte Techniken effizienter, wirkungsvoller und „näher an der Realität“ ausgeführt werden.

Sauber aufbauend folgten einleitend Wiederholungen einfacher Schlag-Kombinationen (Zuki rechts, links im Wechsel aus verschiedenen Standpositionen). Wobei die Betonung auf „vermeintlich einfach“ gelegt werden sollte. So war doch gefordert, die Effizienz der Technik durch die korrekte Übertragung und den Wechsel von Körperspannung und -schwerpunkt zu erreichen. Was so einfach klingt, bleibt auch für auf dem Karate-Weg weit Fortgeschrittene stets eine Herausforderung.

Sehr zum Glück bot uns Sensei Klein ganz konkrete Übungssequenzen an, die uns zeigten, wie wir den Druck korrekt über die jeweilige rechte oder linke Hüfte bzw. Köperseite aufbauen, sowie dabei ein Bewusstsein für den Körperschwerpunkt und den sinnvollen Einsatz von gegenläufigen Bewegungen entwickeln können. Stichwort „Hikite“: das Zurückziehen der Faust z.B. verstanden als das Greifen und Heranziehen und damit kontrollieren eines Gegners. Im Gedächtnis bleibt hier sicher auch der Satz: „Es gibt im Karate im Grunde keine Bewegung, die nicht als Technik zu verstehen ist.“

Für viele Teilnehmer entstanden so am Vormittag bereits interessante und lehrreiche Herausforderungen, die von Sensei Andreas Klein hervorragend aufbereitet an den Nachmittag heranführten. Dort waren anspruchsvolle Übungen zu Anwendungsmöglichkeiten der jeweiligen Kata-Sequenzen von Unterstufe bzw. Oberstufen gefordert. Vor allem die stufenweise Ableitung im Sinne von Selbstverteidigung, von eher bekannten Angriff-/Abwehr-Szenarien, wie wir sie vom „herkömmlichen“ Bunkai kennen. Es ist eine schöne Erfahrung, mit vollem Körpereinsatz und in naher Distanz zum Gegenüber auch einmal etwas freier zu agieren, tatsächliche Energien und Kräfte zu spüren und Ihre Wirkung zu erproben. Das Grundthema des Lehrgangs, Karate einmal näher an einer authentischen, der tatsächlichen Situation eines freien Kampfes entsprechenden Ausführung zu üben, trat hier deutlich zu Tage und bereitete vielen Teilnehmenden sichtlichen Spaß — und das ganz im Sinne unserer Karate-Philosophie über alle Altersgrenzen und Fitness-Stufen hinweg.

Somit war es auch in diesem Jahr ein sehr schöner und anspruchsvoller Lehrgang, der uns wieder einmal vor Augen geführt hat, wie facettenreich unser Karate ist und was sich alles dahinter verbergen kann, wenn wir die überlieferten Techniken mit offenem Geist und unter dem Gesichtspunkt verschieden Schwerpunkte studieren.

Wir freuen uns in diesem Sinne auch in Zukunft sehr darauf, Andreas Klein Sensei als treuen Besucher und vor allem exzellenten Instruktor des DJKB in Hennef begrüßen zu dürfen. Großer Dank gilt auch allen Helfern und Organisatoren, die wie immer beste Arbeit geleistet haben. Und last but not least den teilnehmenden Karateka aus nah und fern! Weiter geht’s!

Oss!

Chr. Gaiser

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